Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung

Die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung sind ab 2017 sind je nach Beruf und Einkommen verschieden. Selbstständige, Beamte, Studenten und Freiberufler können ohne jegliche weitere Bedingungen in die PKV eintreten. Angestellte allerdings haben es schwerer in eine PKV zu wechseln. Im Gegensatz zur GKV sind private Versicherer nicht verpflichtet, Interessenten aufzunehmen. Ausnahme bildet hier der Basistarif, der nur in bestimmten Situationen empfehlenswert ist. Alle anderen Tarife der privaten Krankenversicherung bieten der Versicherung die Möglichkeit, Anträge abzulehnen. Das kommt vor, wenn ein Antragsteller an einer ganzen Reihe Vorerkrankungen leidet und es abzusehen ist, dass er für die Versicherer eher eine Last sein würde. Allgemein führen simple Vorerkrankungen nicht zur Ablehnung des Antrags. Die Versicherung verlangt dann allerdings Risikozuschläge oder diverse Leistungsausschlüsse bei bestimmten Erkrankungen, wenn diese zu teuer werden können. Wer sich mit einer Vorerkrankung in der privaten Krankenversicherung versichern lassen möchte, sollte sich mit einem Versicherungsexperten beraten. Der Experte kann seinem Kunden beim Ausfüllen Unterlagen zu den Gesundheitsfragen helfen und im gegebenen Fall eine anonyme Voranfrage bei dem betreffenden Versicherer stellen.

Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung – Die Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung

Angestellte müssen über ein Einkommen, welches über der Versicherungspflichtgrenze liegt, verfügen und dieses vorweisen. Die Grenze des Einkommens wird jedes Jahr neu festgelegt und wird von den Bürgern oft mit der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung gleichgesetzt. Beide Grenzen allerdings bezeichnen völlig unterschiedliche Dinge. Für Angestellte, welche in eine private Krankenversicherung wechseln wollen, ist die Versicherungspflichtgrenze das Hauptkriterium. Das Bruttogehalt muss sich über der Versicherungspflichtgrenze beziffern und zwar muss es bereits ein Jahr lang über der Grenze sein. Erst dann können Arbeitnehmer sich von der Pflichtversicherung einer gesetzlichen Krankenkasse entbinden lassen.

Das Bruttojahresentgelt wird wie folgt berechnet:

  • Laufendes Arbeitsentgelt in Form von Lohn bzw. Gehalt
  • Regelmäßige Sonderzahlungen wie Urlaubs- und Weihnachtsgeld
  • Pauschale Überstunden
  • Sachbezüge
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Versicherungspflichtige Zweitbeschäftigung

Die aktuelle Höhe der Grenze für eine private Krankenversicherung:

Die Versicherungspflichtgrenze passt sich jährlich an. Die Berechnung erfolgt nach dem durchschnittlichen Bruttolohn des letzten Jahres. Seit dem Jahr 2011 stieg die Versicherungspflichtgrenze von Jahr zu Jahr an. Das ist durch das stetig ansteigende durchschnittliche Einkommen bedingt.

Für 2017 wurde die folgende Versicherungspflichtgrenze festgelegt:

2017 Jahresgrenze: 57.600,00 EUR
2017 Monatsgrenze: 4.800,00 EUR

Die Vorteile einer PKV für Angestellte:

Sie bekommen als Angestellter besonders niedrige Einstiegstarife, die teilweise günstiger sind als die gesetzliche Absicherung.
Altersrückstellungen sind zum Teil durch die Versicherten individuell bestimmbar.
Versicherte werden in den Praxen und Krankenhäusern, gegenüber den Patienten die gesetzlich versichert sind, bevorzugt behandelt. Individuell wählbaren Leistungen sind: freie Arztwahl, Zahnzusatzbehandlungen oder Krankentagegeld Leistungen sind stets anpassbar (Private Krankenversicherung Leistungen).
Beitragserhöhungen – jederzeit möglich.
Beitragsrückerstattung erfolgt bei Nichtinanspruchnahme einzelner Leistungen.
Anbieterwechsel sofort ohne Einschränkungen möglich.
Vertraglich zugesicherte Leistungen erhalten sich bis zum Schluss.
Höhe des Einkommens ist für Beitragssätze der einzelnen Familienmitglieder unerheblich.
Jedes Familienmitglied muss einen eigenen Beitrag zahlen.
Möglichkeit eines Selbstbehalts ist vorhanden, um die Beitragshöhen zu senken.
Die Möglichkeit gegen Entgelt zahlreiche Zusatzleistungen zu wählen, besteht jederzeit.

Die Voraussetzungen für eine private Krankenversicherung erfüllen nur Personen die über eine hohes Einkommen verfügen oder die unter die Versicherungspflicht fallen. Arbeiter und Angestellte die unter der Einkommensgrenze liegen werden aus der GKV nicht entlassen und müssen gesetzlich versichert bleiben.

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (543 Stimmen, durchschnittlich: 4,80 aus 5)
Loading...